Korallenriffe bestehen aus den felsartig verkitteten kalkhaltigen (calciumhaltigen) äußeren Skeletten von Korallen. Sie wachsen Schicht für Schicht in die Höhe, weil lebende Korallen auf den Skeletten der vergangenen Generationen fußen. Das Wachstum ist relativ langsam und beläuft sich auf unter einem bis 100 Zentimeter pro Jahr.
Korallenriffe kommen nur in den Tropen vor, etwa zwischen 32 Grad nördlicher und südlicher Breite. Sie bilden sich nur dort, wo die Temperatur des Oberflächenwassers nicht unter 20 °C absinkt.
Korallenriffe werden in drei Gruppen eingeteilt: Küstenriffe, Barriereriffe und Atolle. Küstenriffe erstrecken sich von der Küste einer Insel oder von einer Festlandküste ins Meer hinein, ohne einen Wasserstreifen zwischen Riff und Küste zu besitzen.
Barriereriffe entstehen weiter von der Küste entfernt, und zwischen dem Riff und der Küste liegt eine Meeresstraße, ein Kanal oder eine Lagune. Bekanntestes Beispiel ist das Große Barrierriff vor der Ostküste Australiens. Atolle sind Koralleninseln, die aus einem schmalen, kreis- oder hufeisenförmigen Riff rund um eine flache Lagune bestehen.
Die äußere Schicht eines Korallenriffes besteht aus lebenden Korallenpolypen. In der Koralle leben einzellige, runde Algen, so genannte Zooxanthellen.
Pflanzen fressende Fische wie die farbenprächtigen Korallenfische sowie Seeigel, Seewalzen, Seesterne und viele Molluskenarten ernähren sich von Algen. In den zahlreichen Vertiefungen und Spalten eines Riffes leben zahlreiche Räuber: kleine Krebse, Lippfische, Muränen und Haie. Die vielfältigen Mikrolebensräume und die Fruchtbarkeit der Riffe führen zu einem enormen Artenreichtum von Meeresfauna und -flora.
Quelle: Internet sowie Microsoft Encarta


