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Haie PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexander Nolte   
Mittwoch, den 16. September 2009 um 17:40 Uhr

Haie gehören wie die Rochen in die Klasse der Knorpelfische. Ihr gesamtes Innenskelett ist aus Knorpelmasse aufgebaut.

Haie gehören zu den gefürchtetsten Fischarten der Weltmeere. Viele Schauergeschichten ranken sich um diese Tiere. In Sensationsberichten werden sie immer wieder als unberechenbare Killermaschinen beschrieben. Zumeist sind es die Menschen, die durch Unwissenheit und Fehlverhalten Attacken provozieren.

In der Nahrungskette der Meere stehen Haie ganz oben. Ihre ausgezeichneten Sinnesorgane machen sie zu perfekten Jägern. Doch gehören zu ihren Opfern hauptsächlich kranke oder verwundete Tiere. Sie gehören sozusagen zur Gesundheitspolizei der Meere. Für Menschen stellen Haie nur in Ausnahmefällen eine Gefahr dar. Mit ihrem hoch sensiblen Seitenlinienorgan und dem ausgeprägten Geruchssinn können sie ihre Beute orten. So riechen sie beispielsweise einen Blutstropfen im Wasser aus mehreren Kilometern Entfernung.

Die Kraft eines Haibisses ist immens. Alle Haie sind Vielzähner. Nach Abnutzung eines Zahnes rückt ein neuer von hinten nach. Hinter jedem Zahn befindet sich eine Reihe immer kleiner werdender Zähne, die in Wartestellung zurückgeklappt sind. Haie können je nach Lebensdauer bis zu 20.000 Zähne bekommen.

Gewöhnlich schwimmen Haie durch Wellenbewegung ihres Körpers. Die Schwanzflosse liefert dabei den Hauptantrieb. Da allen Knorpelfischen die Schwimmblase fehlt, müssen Haie Tag und Nacht in Schwimmbewegung bleiben, um nicht auf den Boden zu sinken. Außerdem müssen viele Haiarten ständig schwimmen, damit sie nicht ersticken. Ihre Kiemenmuskulatur kann kein Wasser einsaugen, deshalb müssen sie sich dauernd bewegen, damit das lebensnotwendige "Atemwasser" durch ihre Kiemen strömt. Dies betrifft jedoch nicht alle Haiarten. Grundhaie bilden hier eine Ausnahme.

Haie gibt es schon seit 450 Millionen Jahren. Sie sind also älter als die Dinosaurier.

Millionen von Haien werden jährlich als Beifang in der Fischerei mit Treibnetzen und Langleinen gefangen. Die Fischer sind auf der Jagd nach Tun- und Schwertfischen - die Haie verenden qualvoll in den Netzen. Genauso sinnlos ist der Tod von unzähligen Haien, deren Flossen in Form von Suppe als Delikatesse verkauft werden. Es wird geschätzt, dass ca. 400.000 Tonnen Hai, also ungefähr 26 Millionen Exemplare, jährlich gefangen werden. Besonders grausam ist dabei, dass den Haien bei lebendigem Leib die Rückenflosse abgetrennt wird. Das schwer verletzte Tier wird zurück ins Wasser geworfen und verendet dort.

Quelle: vox.de

 
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