Ghiannis D
Nationalität: griechisch
Typ: Frachtschiff
Baujahr: 1969
gesunken: 19. April 1984
Position: Nordseite von Shab Abu Nuhas
min. Tiefe: 10m
max. Tiefe: 27m

Ghiannis D Lage des Wracks
Die Ghiannis D war ein großer moderner Frachter. Was mit dem Schiff geschah, das vor knapp zwanzig Jahren verunglückte, ist rätselhaft. Die Instrumente zur Navigation waren noch im vorigen Jahrhundert nicht hoch entwickelt, und die Manövrierbarkeit der Schiffe liess stark zu wünschen übrig. Warum scheiterte aber die Ghiannis D mit Ihrer modernen Navigation?
Das Schiff war am 19. April 1984 auf dem Wecg von Rijeka nach Al-Hudaya am südlichen Ende des Roten Meeres. Beim auflaufen auf das Schiff waren keine Menschenleben zu beklagen. Sechs Wochen lang hielt sich die Ghiannis D noch an der Oberfläche, ehe die Gewalt des Meeres sie in zwei Teile zerschmetterte. Lange Zeit blieb die aufs Riff aufgelaufene Vorderseite noch stehen und zeigte die Unglücksstelle an. Durch die ständig anbrandende Dünung sackte aber auch dieser Teil schliesslich ab und legte sich auf die Backbordseite.
Das Wrack heute
Das Wrack der Ghiannis D ist zwar noch nicht alt, aber dennoch interessant und sehr fotogen. Allerdings kann hier aufgrund von teilweiser extrem starker Strömung nicht immer getaucht werden. Bei ruhiger See kann man hier jedoch wunderschöne Tauchgänge unternehmen.
Den Tauchgang beginnt man am besten am Heck des Wracks, welcher etwas geneigt auf der Backbordseite liegt. Über der Vorderseite des Quarterdecks erhebt sich der Schornstein mit den großen Buchstaben "D" welcher für den namen der Reederei (Danae) steht. Vor dem Schornstein liegt das Brückendeck, dahinter verschiedene Räume, die Poller, eine riesige Winsch und ein Gestell welches früher ein großes Sonnensegel stützte. Dieses ist beim sinken nicht zerstört worden.
Am Fuß der Schornsteins befinden sich enge Luken, die zum Maschinenraum führen. In diese Öffnungen sollten sich allerdings nur Taucher wagen, die über genügend Erfahrung verfügen und nicht unter Platzangst leiden. Die Taucher, die bisher gelangt sind werden mit einem beeindruckenden Anblick der Maschine mit Ihren Leitungen und Ventilen belohnt.
Der mittlere Teil des Schiffs ähnelt einer Schrotthalde, denn Eisenträger sind verborgen und zerrissen. Dieser Bereich des Wracks wimmelt vor Krokodils-, Skorpions- und Papageifischen. Auch einige Zackenbarsche haben hier Ihre neue Heimat gefunden.
Der Bug ist dafür wieder einen Besuch wert, da noch intakt. Der große Mast ist noch am Platz, steht jetzt aber parallel zum Grund. Der Aufstieg beginnt an der Ankerklüse und während Deines Sicherheitsstopps kannst Du noch schnell einen Blick über die Schulter auf die Anker werfen.

