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Safaga 2003 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexander Nolte   
Montag, den 31. August 2009 um 19:22 Uhr

02. März 2003 bis 16 März 2003 - Orca Village, Orca Red Sea

Nach meinem ersten Aufenthalt in Ägypten im September 2002 konnte ich es kaum erwarten wieder nach Ägypten zu fliegen. Da die Riffe, die wir damals auf den Tagestouren gesehen haben aber doch schon sehr gelitten hatten wollte ich nicht wieder nach Hurghada. Als ich dann bei Orca Reisen das Angebot für 14 Tage Safaga sah, wurde kurzerhand gebucht.

Leider fand sich niemand, der zur gleichen Zeit Urlaub oder Lust hatte und so flog ich alleine ab Düsseldorf. Ein wenig mulmig war mir doch schon, erster Urlaub allein ohne Bekannte aber es sollte sich lohnen! Mit Condor ging es dann ab Düsseldorf ohne Verspätung Richtung Hurghada. Der Flug ging unspektakulär vonstatten, auch mein Gepäck kam unbeschadet in Hurghada an. Schnell noch durch die Passkontrollen und schon konnte es mit dem Shuttle-Service von Orca Richtung Safaga ins Orca Village gehen.

Im Orca Village angekommen wurde erstmal eingecheckt und das Tauchgerödel zur Tauchbasis (die angeschlossene Orca Tauchbasis) gebracht. Damit war der Anfang gemacht, doch ein wenig komisch kam ich Alleinreisender mir doch schon vor. Aber auf der Basis lernte ich sofort die ersten späteren Mittaucher kennen, sodass dieses Gefühl nur kurz vorhielt. Als Taucher hat man halt immer ein Thema über das man sich unterhalten kann, und sei es die Ausrüstung des anderen, die vergangenen Tauchtage (wie war die Sicht, wo seid Ihr schon gewesen etc.) oder einfach nur: Wo kommst Du denn her?

Am nächsten Tag ging es dann an Bord der Maxim raus ans Ras Abu Soma. Hier fand mein kurzer schmerzloser Check statt und danach trollte ich mich mit Klaus aus Kaiserslautern meiner Wege. Der Tauchgang war super, das Riff dank der Vorsaison noch nicht überlaufen, und auch Klaus blieb noch an meiner Seite was nicht immer der Fall war, nicht wahr Klaus ;-))
Allerdings war die Sicht relativ bescheiden, da sehr viel Plankton im Wasser war, uns aber die Hoffnung auf Großfisch brachte.

 

Der zweite Tauchgang des Tages fand bei Tobia Arbar statt. Hier trollte sich an einem der sieben Tower ein junger Napoleon. Er war anscheinend noch nicht so an die Taucher gewöhnt wie an anderen Riffen des Roten Meeres, sodass er immer Reiß aus nahm, wenn ich Ihn fotografieren wollte. Ich habe es dann nach einigen vergeblichen Versuchen aber doch noch geschafft.

Am nächsten Tag fuhren wir zum Middle Reef wo wir unsere zwei Tauchgänge des Tages absolvierten. Wir haben es allerdings nicht geschafft, den Pool innerhalb des Middle Reef´s zu finden, noch nicht! Die Tauchgänge waren aber wirklich super und haben richtig viel Spaß gemacht. Die kleinen Höhlen, Überhänge zu betauchen ist wirklich klasse und man hat super Fotomotive. Leider bekam ich am zweiten Tag etwas Probleme mit meinen Ohren.

Da Klaus und Marc aber eine zwei Tages-Tour nach Luxor zum Tal der Könige unternehmen wollten, habe ich mich einfach mit angeschlossen und meine Ohren konnten sich die folgenden zwei Tage erholen. Dies war die genau richtige Entscheidung, denn die später folgenden Tauchgänge waren wieder super und ich hatte keine Probleme mit den Ohren.

Auf jeden Fall war es wirklich beeindruckend Luxor und die historischen Denkmäler zu besuchen. Eine zwei Tages-Tour ist aber doch sehr anstrengend, da man im wahrsten Sinne des Wortes durch die Sehenswürdigkeiten getrieben wird. Die Tagestour stelle ich mir noch schrecklicher vor, wenn man bedenkt, dass man da morgens früh los fährt, die Sehenswürdigkeiten "besucht" und noch am selben Tag zurückfährt. (Eine Strecke etwa 3 Stunden Fahrzeit...)

Trotz der Strapazen hat es sich gelohnt, wir besichtigten am ersten Tag den Karnak-Tempel sowie bei einbrechender Dunkelheit den Luxor-Tempel. Am nächsten Tag besuchten wir dann das Tal der Könige (Leider durften wir in den Gräbern nicht mehr fotografieren, aber das muss man auch selber gesehen haben) sowie den Tempel der Hatschepsuth und die Memnon Kolosse. Obendrein bekamen wir noch eine Gehirnwäsche im Bezug auf die Lehren des Korans, welche unser Guide ohne Ende prädigte...

Zurück in Safaga hatte ich vier anstrengende Tage vor mir: Ich hatte mir in Deutschland vorgenommen während meines Safaga-Urlaubs meinen Silberschein (CMAS**) zu machen. Die Theorie hatte ich bereits bei "meiner" Tauchschule in Deutschland absolviert. Vor mir lagen also noch Orientierung und die eigentlichen Prüfungstauchgänge. Mein Tauchlehrer war Sirko, er hat sich immer wieder neue "Tricks" einfallen lassen, sodass ich während diesen Tauchgängen wirklich eine Menge gelernt habe. Einen Tauchgang möchte ich hier besonders hervor heben: Während der Anfahrt zum Ras Abu Soma sahen wir vom Boot aus eine Gruppe Delfine um unser Boot schwimmen. Da wir aber noch festmachen mussten und das Briefing auch noch vor uns lag dauerte es noch einige Zeit bis wir ins Wasser kamen. Doch als wir im Wasser waren kamen die Delfine zurück. Es war wirklich ein einmaliges Erlebnis wenn man zum ersten Mal mit Delfinen taucht, und man dabei in 10m Tiefe auf Sandgrund sitzt und die Tiere verspielt um einen herum tauchen. Wir haben uns wirklich gefragt, wer neugieriger ist...

Als ich meinen letzten Tauchgang von meinen Prüfungstauchgängen hatte, war der letzte Tag von Klaus´s Urlaub gekommen. Die nächsten Tage tauchte ich dann mit Rolf und Michael und wir verstanden uns sowohl über als auch unter Wasser prima.

Nach bestandener Prüfung war es richtig herrlich unbeschwert mit den beiden Tauchen zu können ohne jeden Moment den Super GAU zu erwarten, denn wie schon gesagt: Sirko lies sich immer wieder etwas neues einfallen.

Meinen letzten Tauchgang habe ich bei Abu Kafan absolviert, wir hatten einfach super Wetter und keine Strömung, sodass wir ohne Probleme dass Nord- als auch das Südplateau betauchen konnten. Wir ließen uns also mit dem Zodiac zum Nordplateau raus fahren wobei das kleine Böötchen beinahe gekentert wäre. Nicht unerwähnt darf hierbei die ungewöhnliche Art von Klaus Peetz bleiben, ins Zodiac einzusteigen. In einer eleganten Bewegung ging er nämlich "in einem Rutsch" mit dem Umweg über das Zodiac über Bord. Ein wirklich klasse Bild, entschuldige Klaus, aber Schadenfreude ist ja bekanntlich die beste!

Nachdem der Wind während unseres Aufenthaltes bei Abu Kafan doch stetig zugenommen hatte bekamen wir eine wackelige Rückfahrt nach Safaga, wirklich klasse!

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich es nicht bereut habe, als allein Tauchender in Urlaub zu fliegen. Man lernt so schnell neue und nette Leute kennen mit denen man richtig Spaß haben kann. Ich hoffe, dass wir uns alle eines Tages mal wieder über den Weg laufen um ein Revival dieses echt genialen Urlaubs zu veranstalten!

Text und Bilder (c) by Alexander Nolte

 


Sonja unser Guide während einer Tagesfahrt.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 16. September 2009 um 19:40 Uhr
 
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