schildkroetehrg1 Woche Tauchsafari MySara (Nordtour), 1 Woche Hotel Minamark Hurghada

Mein erster Tauchurlaub am Roten Meer. Aufmerksam geworden durch eine Anzeige auf Taucher.net habe ich Bekanntschaft mit den Tauchfreunden NRW gemacht. Der Kontakt per eMail war wirklich nett, und so entschloss ich mich, mit den "unbekannten" für zwei Wochen nach Hurghada zu fliegen und meinen ersten Urlaub am und vor allem im Roten Meer zu verbringen.

 

Eine Woche bevor es dann losgehen sollte haben wir uns mit einem kleinen Teil unserer Gruppe (es konnten leider nicht alle) am Bösinghovener See getroffen.

Und dann eine Woche später kam er der große Tag. Wir trafen uns morgens am Düsseldorfer Flughafen und wollten unsere Reise beginnen, doch noch war eine Hürde zu nehmen. Die Leute aus dem Reisebüro oder Egypt Air hatten die Tickets falsch ausgestellt. Es fing also gut an, denn wir hatten uns in einer langen Reihe vor dem Egypt Air Schalter anzustellen. Wir waren also nicht die einzigen, denen das gleiche passiert war ;-)

Nachdem wir dann auch diese Hürde genommen hatten konnte es dann aber langsam wirklich losgehen. Angekommen am Flughafen in Hurghada war meine erste Sorge, dass unser Gepäck in Timbuktu gelandet wäre aber zu meiner großen Freude war alles angekommen. Allerdings hatte man uns wohl am Flughafen vergessen, denn erst nach einer Stunde und einigen Telefonaten wurden wir abgeholt und zu unserem Schiff gebracht. Da kam jetzt das nächste Problem auf uns zu: Gebucht hatten wir die "MY SARAH", ein Safariboot, doch aufgrund der Tatsache, dass wir nur eine kleine Gruppe von 8 Tauchern waren, wollte unsere Tauchbasis uns auf ein anderes Boot die "El Torky" (wir nannten sie liebevoll "El Porky") stecken. Dieses Boot war aber ein Schiff für Tagesausfahrten und so begann das große Palavern mit dem Ergebnis, dass wir am nächsten Tag auf die My Sarah kamen.

Nach dem "umständlichen" Beginn des Urlaubs kam aber jetzt das tauchen. Da ich das erste Mal im Roten Meer tauchte oder besser gesagt das erste Mal aus den deutschen Baggerseen entschwand, wurde ich von der Sichtweite, dem warmen Wasser und dem überall um mich herumwuselnden Leben geradezu umgehauen. Mein ersten Tauchgang machten wir dann auch den "Check" welcher aber mehr als problemlos von der Bühne ging.

In den nächsten Tagen folgten noch viele viele spannende Tauchgänge bei denen wir viel sahen, darunter einen Leopardenhai (Wir wussten es nicht genau, haben dann aber beschlossen, dass es ein Leopardenhai war, basta!), Schildkröten, Napoleons und vieles mehr. Am zweiten Abend folgte dann mein erster Night Dive. Ein wirklich faszinierendes Erlebnis welches man einfach mal erlebt haben muss. Man taucht in eine komplett andere Welt ein. Alles was noch am Tage so bunt und vor Leben geradezu aus den Nähten platzte hatte seinen Platz mit den Nachtaktiven Bewohnern des Riffes getauscht.

Das wirkliche Highlight der Reise stand uns aber noch bevor: Die Thistlegorm, welche 1941 bei einem deutschen Luftangriff bei Shab Ali versenkt wurde. Nachdem unser Boot von unserem ägyptischen Guide Nobi festgemacht worden war ging es auch für uns ins Wasser. Schon beim abtauchen an der Ankerleine sah man in etwa 17 Metern tiefe das Wrack auf sich zukommen. Beim ersten TG verschafften wir uns erstmal einen Überblick über das Wrack. Allerdings hat uns die Strömung beim ersten Tauchgang doch schon ein wenig geschafft, sodass wir unsere Mittagspause wirklich zu schätzen wussten. Dafür hatten wir beim zweiten TG keine Strömung mehr, sodass wir genügend Zeit hatten, uns die Laderäume mal genauer anzusehen. Neben Motorrädern, LKW´s, Gummistiefeln und noch fast intakten Reifen fanden wir unmengen an Material, welches für die Truppen in Ostafrika bestimmt war. Allerdings ist doch schon relativ viel von Souvenirjägern mitgenommen worden, sodass einige LKW´s keine Lenkräder mehr hatten oder die Spiegel fehlten.

Und dann kam das Ende der Safariwoche welche ein wirkliches Erlebnis war. Man sieht noch relativ intakte Riffe, da die meisten Spots nur auf einer Safari angelaufen werden nicht von den Tagesbooten angesteuert werden.

 

die Mädels von links nach rechts: Britta, Tina, Alexis und Gunda

 

Aber wir hatten ja noch eine Woche Hotel im Anschluss was im nach hinein wohl eine kleine "Fehlplanung" war. Eine Woche friedliche Stille auf den weiten des Roten Meeres und dann der Trubel in Hurghada mit seinen anscheinend ständig hupenden Sammeltaxen. Ein wirklicher Schock für unsere Ohren, welche sich jedoch bei den nun folgenden Tagesfahrten wieder einigermaßen erholen konnten. Auch bei diesen Tauchgängen sahen wir sehr viel unter Wasser darunter wieder Schildkröten, Muränen und bei der Rückfahrt von einem Tauchplatz Delfine. Leider sahen wir Sie nur vom Boot aus und nicht im Wasser was aber nichts desto trotz ein tolles Erlebnis ist.

Doch auch zwei Wochen Urlaub gehen leider einmal zu Ende und so nahte der Tag unseres Abschieds doch schneller als uns allen Lieb war. Alles in allem kann ich sagen, dass wir einen super Urlaub gehabt haben und sehr viel Spaß hatten, obwohl wir uns alle vor dem Urlaub nicht kannten. Aber vielleicht war ja genau das das richtige.....

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