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Brothers 2005 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexander Nolte   
Dienstag, den 01. September 2009 um 18:37 Uhr

Brothers 2005
Tja, wie kam es dazu? Ich habe während meiner Semesterferien etwa 3 Monate im Robinson Club SomaBay gearbeitet und bevor ich nach Hause fliegen sollte und wollte habe ich ein Super Angebot von der DiversHeaven Fleet bekommen. Hierzu Nein zu sagen war absolut nicht machbar und so habe ich mich dann dazu entschlossen noch eine Woche Urlaub zu machen. Schon irgendwie bescheuert, wenn man 3 Monate jeden Tag tauchen geht und dann zum Urlaub machen auf Tauchsafari geht, aber nun gut...

Meine Tour startete auf der Heaven Diamond, ja Ihr habt richtig gelesen Diamond, am 06.10.2005 in Port Ghaleb und endete eine Woche später am 13.10.2005 auch wieder in Ghaleb.



Die Tour hatte ich direkt vor Ort bei Claudia in Hurghada gebucht und alles ging glatt so wie es sich gehört. Der Transfer holte mich pünktlich am Club in SomaBay ab und dann ging es die etwa 2,5 Stunden Richtung Süden zum Hafen. Wer schon mal in Ägypten war wird wissen, dass die Fahrten in Ägypten mit zu den gefährlichsten Teilen einer Reise gehören. Am besten ist wirklich die Augen zumachen und hoffen das alles gut geht und bei uns ging alles dann auch glatt und wir kamen heile im Hafen an.

Angekommen ging es dann aufs Schiff und ich war wirklich platt. Die Heaven Fleet hält was Sie verspricht, das Schiff war eine Woche vorher noch auf dem Trockendock, sodass es jetzt wirklich wie aus dem Ei gepellt aussah. Noch schnell die Sachen verstaut und die Mitfahrer begrüßt. Ich muss sagen das die Truppe aus Österreichern, Schweizern und Deutschen wirklich klasse war. Wir hatten viel Spaß und haben uns super Verstanden, was den Aufenthalt auf einem Boot doch schon bedeutend erleichtert...

Beim Abendessen fragte uns dann Elke ob wir damit einverstanden wären, wenn wir den "CheckDive" am kleinen Bruder machen, denn dann wären wir die ersten und hätten den besten Platz. Natürlich waren wir einverstanden und so ging es dann am nächsten Morgen nach der üblichen Schikane durch die Coast Guard auf Richtung "kleiner Bruder". Dort angekommen hatten wir dann auch die Pole Position und hatten für die nächsten 2 Tage einen sehr ruhigen Liegeplatz.

Der erste TG am kleinen Bruder führte uns dann vom Boot aus um das Südplateau herum auf die Ostseite zum Gorgonienwald. Ist wirklich beeindruckend diese Ansammlung an Gorgonien zu sehen, während meiner fast 4 Monate in SomaBay habe ich keine intakte Gorgonie dieser Größen gesehen. Aber da haben die Brothers auch den kleinen Standortvorteil, weit draußen, viel Strömung und folglich Nahrung. Wie es sich für die Brothers gehört machte uns auch gleich beim ersten Tauchgang ein grauer Riffhai die Aufwartung und begrüßte uns neben zwei großen Napoleon, einem intakten Riff und super Sichtweiten. Es fing also schon gut an und wenn es so weiter gehen würde wären wir sicherlich alle gut bedient.

Die nächsten 4 Tauchgänge machten wir dann auch noch am kleinen Bruder und wir sahen bei fast nicht vorhandener Strömung dann doch noch diverse graue Riffhaie. So wenig Strömung an den Brüdern hatte ich bis dahin auch noch nicht erlebt, und das wo ich im letzten Jahr längere Zeit als Safari-Guide gearbeitet habe und regelm. an den Brothers war.

Am 3 Tag verlegten wir dann rüber an den großen Bruder und machten dort insgesamt 3 Tauchgänge, unter anderem zur Numidia und Aida. Auch hier ließen sich immer mal wieder Haie blicken, aber auch die Wracks an sich finde ich persönlich sehr schön. Vor allem wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt und auch mal die Wracks von innen betaucht.

Am vierten Tag unserer Reise ging es dann über Nacht runter zum Daedalus Riff, wo uns wie es sich gehört beim Early Morning Tauchgang an der Nordostspitze Hammerhaie besuchten. Eigentlich haben uns die Jungs ganz schön gelinkt, denn wir haben draußen im Blauwasser nach Ihnen gesucht während diese seelenruhig zwischen uns und dem Riff hinter uns lang zogen. Aber wir haben es dann doch noch gemerkt, wenns mal wieder länger dauert... Auf dem Rückweg zurück zum Boot zog auch noch eine Schildkröte vorbei und eine andere Gruppe behauptete Delphine gesehen zu haben... Nun ja, man kann ja schließlich nicht alles haben! Beim zweiten Tauchgang kam dann auch noch ein Longimanus direkt zu uns ans Boot. Eigentlich war es auch schon nach dem zweiten Tauchgang, ich saß gerade im Salon als jemand rief: "Longimanus hinterm Boot". Ist schon erstaunlich wie schnell man wieder in seinen Sachen sein kann ;-) Also rein ins Wasser und dann noch mal gut zwanzig Minuten mit einem Longimanus ums Boot getaucht. Elke behauptete hinterher es wären zwei oder drei gewesen, ich muss zugeben ich hatte keine Ahnung...

Am vorletzten Tag ging es dann schon langsam wieder Richtung zurück. Auf dem Weg nach nach Ras Gahleb haben wir dann noch Zwischenstation am Elphinstone Riff gemacht. Es ist echt der Hammer was da so an Booten über den Tag kommt und geht. Zwischenzeitlich haben wir mal um die 20 gezählt. Und Elphinstone ist auch nicht das größte Riff... Aber nun gut, es waren trotz der Fülle und Masse an Tauchern drei super Tauchgänge! Beim ersten Tauchgang sind wir mit 5 Longimanus getaucht, die uns recht neugierig begutachtet haben und teilweise wirklich nah kamen. Aber umso besser fürs Video und die Bilder. Uns konnte es nur recht sein! Beim zweiten Tauchgang wurden dann aus den 5 Longimanus 8... Also wirklich genial. Jemand von einem anderen Boot erzählte er habe insg. 12 gezählt, aber dem konnten wir uns nicht anschließen. Beim letzten Tauchgang haben wir uns dann auch noch den Norden angesehen, da wir die ersten beiden Tauchgänge aufgrund der Longimani im Süden gemacht haben. Auch hier trafen wir 3 Longimanus. Also wirklich genial!

Den letzten Tag gönnte ich mir dann tauchfrei, da ich ja noch zurück in den Robinson Club musste und noch einige Tauchgänge vor mir hatte...

Alles in allem kann ich nur sagen es war eine super Woche auf der Diamond. Vom Service an Bord habe ich jetzt noch gar nix geschrieben und ich muss wirklich zusagen der war wirklich absolute spitze. Nach dem Tauchen wurde uns in unsre Bademäntel geholfen, es gab Getränke und eine kurze Massage zur Entspannung. Das Essen war genial und wenn man hier nicht aufpasst bringt man ruck zuck einige Kilo trotz drei Tauchgängen am Tag hinter mehr auf die Waage.

Viele Dank noch mal an die HeavenFleet, hier wird Service wirklich groß geschrieben und ich komme bestimmt wieder...

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 16. September 2009 um 19:26 Uhr
 
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